Für Fachkräfte

Kollegiale Beratung

Egal ob medizinische, pflegerische oder organisatorische Fragen bei Ihren Palliativpatienten auftauchen: Gerne helfen wir Ihnen telefonisch weiter. Bitte wenden Sie sich werktags 9.00 bis 13.00 Uhr an unsere Geschäftsstelle, 09971 / 7668550 und bis 18.00 Uhr an unsere Teamleitung (Kontakt über Büro). Wenn wir nicht gleich eine Lösung finden, dann vermitteln wir den besten Ansprechpartner oder suchen gemeinsam nach weiteren Spezialisten.

Unterstützung und Ergänzung der palliativen Behandlung

Im Rahmen der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) unterstützt und ergänzt die SAPV Cham die Arbeit von niedergelassenen Ärzten, Pflegediensten und Pflegeheimen. Wichtig ist uns die enge Kooperation mit allen, die sich um den Patienten kümmern. Zusätzlich zum bestehenden Netzwerk bringt unser mobiles Palliativteam sein Spezialwissen in Palliative Care ein, um die Situation des Patienten und seiner Angehörigen zu verbessern.

Anmeldung eines Patienten bei PALLIAMO

Montag – Freitag, 9–13 Uhr

Telefon 09971 7668550
Telefax 09971 7668551

  • Bitte stellen Sie eine Verordnung für SAPV aus
    (Muster 63 – Hinweise zum Ausfüllen für niedergelassene Ärzte, für Klinikärzte.)

  • Faxen Sie bitte einen aktuellen Arztbrief (z.B. den letzten Krankenhausbericht) an das Büro.

Voraussetzungen für unsere Mitarbeit:

  • Es handelt sich um eine nicht mehr heilbare Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium.

  • Es liegen komplexe Probleme vor, die die üblichen ambulanten Hilfsmöglichkeiten überlasten.

  • Meist kann der Betroffene aus eigener Kraft nicht mehr einen Arzt aufsuchen.

  • Der Patient möchte die absehbare Lebenszeit in der vertrauten Umgebung verbringen.

  • Der Betroffene ist einverstanden mit der zusätzlichen Betreuung durch das Palliativteam.

  • Der Betroffene wohnt in unserem Einzugsgebiet.

Folgender Leistungsumfang (Kategorien) ist möglich:

  1. Beratung
    z.B. von Patienten, Angehörigen, Pflegekräften oder Hausärzten, in der Regel telefonisch ( hier ist keine Verordnung erforderlich), einmaliger Besuch im Krankenhaus, Pflegeheim oder zuhause ist ebenfalls möglich.

  2. Koordination:
    Regelmäßige Hausbesuche durch ein Teammitglied („Lotse“), um ein umschriebenes Problem zu verringern und die Situation zu stabilisieren.

  3. Versorgung mit 24-h-Rufbereitschaft (= Teil/ Vollversorgung):
    Ein Teammitglied ist zuständig („Lotse“), das Team teilt sich die 24-Stunden-Rufbereitschaft. Diese Leistung ist besonders hilfreich, wenn ein Sterben absehbar und ausdrücklich zuhause gewünscht ist.

Alle Kategorien werden durch Hausarzt und Pflegedienst ergänzt, deren Tätigkeiten auch weiterhin unverändert von den Kostenträgern bezahlt werden.

Leistungsspektrum

  • Stützende Gespräche:
    Handlungsoptionen besprechen und klären, organisatorische Hilfen, Sicherheit und Beistand in einer bedrohlichen Situation

  • Palliative Pflege:
    Angehörige oder Pflegekräfte anleiten, Medikation klären, Hilfsmittel organisieren, aufwändige Pflegeleistungen übernehmen (z.b. Portversorgung, Hebesenkeinläufe, Wundversorgung bei exulzerierenden Tumoren etc.)

  • Palliative Medizin:
    medikamentöse Symptomkontrolle, auch über parenterale Pumpen, entlastende Punktionen (Aszites, Pleuraerguß), vorausschauende Vermeidung von Krisen.

Dauer der SAPV-Verordnung

  • Auch bei weit fortgeschrittener Krankheit ist der weitere Verlauf nicht vorhersagbar. Wir bitten deshalb um einen Zeitrahmen von mindestens vier Wochen. Erfahrungsgemäß vermeiden wir damit bei rund 75 Prozent der Patienten den Verwaltungsaufwand einer Folgeverordnung.

  • Stabilisiert sich der Patient oder entschließt er sich zu erneuter kausaler Therapie, beenden wir unsere Leistungen. Das betrifft rund zehn Prozent unserer Fälle.

Ablauf der Betreuung

  • Ein Teammitglied übernimmt als sogenannter „Lotse“ den neuen Patienten, erfasst die Probleme, bespricht mögliche Hilfen, entwickelt gemeinsam mit den Betroffenen einen Behandlungsplan und hilft gegebenenfalls bei der nötigen Organisation. Zeitintensive Gespräche über die Notwendigkeit bestimmter Medikamente und Umgang mit deren Nebenwirkungen, sowie Anleitungen zu Pflegetätigkeiten gehören zu seinen Aufgaben, ebenso wie Gespräche über den natürlichen Verlauf der vorliegenden Erkrankung und den Sterbeprozess.

  • Mindestens einmal besucht eine unserer Palliativärztinnen auch die pflegerisch geführten Patienten, um das palliativmedizinische Vorgehen zu optimieren und die Medikation zu verantworten.

  • Der Lotse bleibt zuständig für seine Patienten. In unserer wöchentlichen Teambesprechung diskutieren wir gemeinsam weitere Verbesserungsoptionen. Außerdem stellen wir sicher, dass jedes Teammitglied die Situation des Patienten ausreichend kennt, sollte ein anderes Teammitglied tätig werden müssen.

  • Der Lotse hält Kontakt mit den anderen beteiligten Fachkräften insbesondere dem Hausarzt. Nur gemeinsam kann das beste Vorgehen gefunden werden.

  • Ziel ist es, die durch die tödliche Krankheit erschwerte und bedrohlich wirkende Lebenssituation zu stabilisieren. Sind die Beschwerden gelindert, der Kräfteverfall durch behutsame Unterstützung aufgefangen, dann können viele Betroffene ihre individuelle Weise finden, mit dieser extrem schwierigen Situation zurechtzukommen.

  • Wie jeder Spezialist arbeitet unser Palliativteam also in Ergänzung zur Versorgung durch Hausarzt, Pflegedienst oder Pflegeheim.

Sie erreichen uns
Montag bis Freitag von 9–13 Uhr

Telefon 09971 7668550
Telefax 09971 7668551
info@sapv-cham.de

SAPV Cham
Gutmaningerstr. 31 C
93413 Cham

© 2017. PALLIAMO GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Impressum | Datenschutz | Kontakt